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Social Trading als Anlage-Trend 2016 – was steckt dahinter?

Trend 2016: So funktioniert die Geldanlage beim Social Trading

Schwarmintelligenz – unter diesem Begriff wird allgemein der Umstand eingeordnet, dass die Kommunikation und die Handlungen der Teile einer Gemeinschaft letztlich zu einem Erfolg der gesamten Gemeinschaft führen. Was vor allem in einem Ameisenstaat sehr gut funktioniert, dient mittlerweile jedoch auch für sogenannte Social-Trading-Plattformen. Doch was verbirgt sich im Detail hinter Social Trading? Wie funktioniert diese Form der Geldanlage und wo liegen die Besonderheiten?

Schriftzüge für Social Trading

In Deutschland bauen die Anleger bekanntermaßen auf Nummer Sicher. Laut einer großen Umfrage der Bank of Scotland im November 2015 ist das Tagesgeld nach wie vor die am häufigsten genutzte Geldanlage – dicht gefolgt vom Sparbuch. Fonds und Aktien folgen erst auf den Plätzen 4 und 5. Doch immerhin scheint sich auch hierzulande eine immer größere Anzahl vor allem junger Menschen für das Trading mit Aktien und CFDs zu interessieren. Der CFD-Verband verweist dabei auf ein im Vergleich zum Vorjahr um 33% gestiegenes Handelsvolumen im Jahr 2015. Der neueste Trend in Sachen Geldanlage ist jedoch das Social Trading. Hier werden Funktionen sozialer Netzwerke auf den Bereich der CFDs und des Devisenhandels übertragen – mit aktuell erstaunlichen Ergebnissen.

Was wird allgemein unter Social Trading verstanden?

Social Trading (auch Copy Trading genannt) ist zunächst einmal nichts anderes als der Handel mit Devisen (FOREX) oder mit Differenzkontrakten (CFDs). Einige Social-Trading-Plattformen arbeiten dabei mit Brokern zusammen, während andere selbst als Broker fungieren. Anleger können also ein Konto eröffnen, Kapital einzahlen und ihre ersten Trades durchführen. Die Besonderheit beim Social Trading besteht jedoch in der Transparenz der eigenen Transaktionen. Daraus ergeben sich folgende beiden Rollen, die Trader auf einer solchen Plattform einnehmen können:

Follower

Signalgeber

  • „folgt“ den Trades und der Strategie anderer Trader auf der Plattform
  • lässt sich entweder über neue Positionen des „Signalgebers“ per Nachricht aufklären oder baut diese automatisch nach
  • partizipiert am Erfolg (und Misserfolg) des Signalgebers
  • verfolgt eine eigene Trading-Strategie
  • führt seine Trades auf der Plattform offen durch
  • erhält durch Follower mitunter attraktive Vergütung von der Social-Trading-Plattform (abhängig von bestimmten Kriterien)

Somit ergibt sich eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten:

  • Follower: Auch Anfänger können schnell eine erfolgreiche Handelsstrategie finden, indem sie verschiedenen Gurus folgen und deren Trades nachbilden. Da zudem die Möglichkeit einer direkten Kontaktaufnahme mit dem Signalgeber besteht, haben Follower die Möglichkeit, auf diesem Weg zu lernen.
  • Signalgeber: Der Signalgeber wird vom Broker entweder nach erzeugtem Handelsvolumen am Spread beteiligt, bekommt eine Performance-abhängige Bezahlung oder erhält eine Vergütung, die sich nach der Zahl der Follower bemisst.

Wie können Follower Social Trading konkret nutzen?

Grundsätzlich stehen Followern zwei Möglichkeiten zur Verfügung, am Copy Trading zu partizipieren. Alles beginnt damit, dass der Trader sich verschiedene Signalgeber anschaut und diesen per Klick folgt. In diesem Fall steht er vor der Wahl:

  1. Benachrichtigung bei Änderungen von Positionen

Sobald der Signalgeber eine Position öffnet oder schließt, erhält der Follower automatisch eine Nachricht und kann im Einzelfall entscheiden, ob er diese Änderung ebenfalls vollzieht oder nicht.

  1. Automatisches Kopieren der Trades

Viele Social-Trading-Plattformen bieten mittlerweile die Möglichkeit, die Trades von Signalgebern einfach automatisch zu kopieren. In diesem Fall trifft der Follower die Entscheidung also nicht mehr im Einzelfall, sondern lässt alle Schritte nachbauen, die auch der Signalgeber vollzieht. Alternativ stellen einige Social-Trading-Anbieter die Performance bestimmter Trader als Zertifikate zur Verfügung, die gehandelt werden können.

Hinweis: Das automatische Kopieren aller Trades eines Signalgebers kann zwar hohe Renditen bedeuten, jedoch bringt es auch hohe Risiken mit sich. Anleger sollten sich genau überlegen, ob sie das Heft des Handelns soweit aus der Hand geben möchten. Wenn ja, sollte das eigene Portfolio trotzdem regelmäßig überprüft werden. Eventuell sind zudem Stop-Loss-Regelungen hilfreich.

Was sollten Trader bei der Wahl einer entsprechenden Plattform beachten?

Wie im gesamten Geschäftsfeld der Broker für FOREX, CFDs und binäre Optionen können Anleger auch beim Social Trading an Plattformen geraten, die nicht unbedingt seriös sind. In einem groß angelegten Test zeigt abzocktest.com hier, welche Social Trading Anbieter wirklich seriös sind. Dabei fallen vor allem folgende Kriterien auf:

  • Betreiber: Hat die Betreiberfirma ihren Sitz in der EU? Ist der Broker zertifiziert? Gab es bereits Ärger mit Auszahlungen oder anderen finanziellen Angelegenheiten?
  • Spreads und Gebühren: Spreads und Gebühren sind die Kosten des Social Tradings. Da einige Plattformen die Signalgeber am Spread beteiligen, liegt dieser höher als bei herkömmlichen Brokern. Trotzdem sollten Trader hier genau rechnen, ob sich ein Einstieg lohnt, wenn sich auch noch die Performancegebühren auf einem hohen Niveau befinden.
  • Mindesteinzahlung: Je nach persönlichem Budget ist dieser Punkt für einige Anleger sicherlich sehr wichtig. Die Höhe der Mindesteinlage kann je nach Plattform stark schwanken und beginnt bei ca. 100 Euro.
  • Demokonto und Infoangebot: Da ein Trader nur durch eine gewisse Weiterbildung dauerhaft erfolgreich werden kann, sollte eine Social-Trading-Plattform entsprechende Webinare und Informationen zur Verfügung stellen. Auch ein Demo-Account wird heute immer wichtiger, damit Neulinge zunächst üben können.
  • Bedingungen für Bonuszahlungen: Wie sehen die Bedingungen für den Erhalt von Bonuszahlungen aus? Ab wann dürfen erste Auszahlungen getätigt werden? Diese Fragen sind in Bezug auf die Bonuskonditionen eines Social-Trading-Brokers sehr wichtig.

Wer diese Aspekte bei der Auswahl einer Social-Trading-Plattform beachtet, kann ein interessantes Modell der Geldanlage nutzen und vom Wissen versierter Trader profitieren.

Fazit

Social Trading hat sich zu einem richtigen Trend in Sachen Geldanlage entwickelt und wird vielleicht schon bald zum alltäglichen Bild unter Tradern gehören. Der Community-Gedanke und die Möglichkeit, das Phänomen der Schwarmintelligenz auszunutzen, sind hierbei die wichtigsten Aspekte. Gerade Neulinge können so von ausgeklügelten Strategien profitieren und Profi-Anleger haben die Möglichkeit, durch das Teilen ihres Wissens die eigene effektive Rendite zu erhöhen.

Doch auch wenn Social Trading viele Möglichkeiten bietet, sollten Trader anderen Signalgebern nicht einfach blind folgen. Deren angezeigter Erfolg (Performance) beruht nämlich auf Vergangenheitswerten. Ein genauerer Blick auf den Wertverlauf des eigenen Portfolios ist deshalb immer zu empfehlen. Ferner sollten sich Trader auch die jeweiligen Plattformen genauer anschauen, um letztlich den Broker zu finden, der voll und ganz zu den eigenen Wünschen passt.

Quelle: John Kehly – 407451148 / Shuttertsock.com

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